[quote name='cfb_de' post='10560' date='12-07-08, 00:12 ']Hallo cmox,
gut. Dann dokumentiere ich jetzt in den einschlägig bekannten Tabellen also HP5+ bei 22°C (mein Thermometer ist nützlich kalibriert, mein Kalibrationsnormal sogar geeicht) für 11,5min und spare mir jeden Hinweis auf die Besonderheiten meines Prozesses. Schließlich soll die Tabelle ja einfach bleiben.
Jeder, der diese Angabe nutzt, kotzt hinterher tierisch über diese schlechte Standardtabelle ab. In solchen Standardtabellen wären nützlich eher 17min (also bis zum bitteren Tod der Brühe) empfehlenswert. Das wiederum passt mir überhaupt nicht und hat zu einer längeren Eintesterei geführt.
Weshalb ich bei Rodinal am liebsten bei 16°C arbeite. Dann wird's nämlich auch feinkörnig. Passt aber in keine "Standard-Tabelle" mehr.
Beste Grüße,
Franz[/quote]
Wenn ich das so lese frage ich mich, wie ich die letzten Jahrzehnte mit den schönen Tabellen und nicht immer perfekten Thermometern und Uhren Bilder produziert habe. Mit einem 0815-Prozess mit stinknormalen Dosen und einem bekannten Kipprhythmus ist das eigentlich noch nie ein Problem gewesen, wenn man nicht grade Plutonium im Trinkwasser hatte, die reine Lehre nach dem Zonensystem durchziehen wollte oder sonstige Besonderheiten abseits des Üblichen im Sinn hatte. Alle Teile des Prozesses haben Einfluss klar, aber die heben sich gerne mal gegenseitig auf, und wenn nicht, tun sie es für die meisten Film-Entwickler-Kombinationen. Und dann kann man immer noch die Zeiten selber anpassen. Wieso geben dann die Film- und Entwicklerhersteller überhaupt Zeiten an und schreiben nicht drauf, dass man alles selbst einkalibrieren muss? Ich kenne persönlich keinen, der das Fachwissen und die Ausrüstung hat, um einen von vorne bis hinten exakten Prozess hat, aber ich kenne sehr viele Leute, die normal oder sogar eher schlampig arbeiten - und für die ist eine Tabelle gut. Die sollte natürlich gut sein und in einem amateurgerechten 0815-Prozess entstanden sein, klar, aber wenigstens hat man einen Anhaltspunkt und weiß in etwa, was einen erwartet.
Also, so weit wollte ich nicht ausholen. Nur noch so viel:
Eine gute Tabelle im Katalog, auf der Webseite oder auch in der Packung, das ist auch verkaufsfördernd, ganz einfach. Also, warum nicht?
gut. Dann dokumentiere ich jetzt in den einschlägig bekannten Tabellen also HP5+ bei 22°C (mein Thermometer ist nützlich kalibriert, mein Kalibrationsnormal sogar geeicht) für 11,5min und spare mir jeden Hinweis auf die Besonderheiten meines Prozesses. Schließlich soll die Tabelle ja einfach bleiben.
Jeder, der diese Angabe nutzt, kotzt hinterher tierisch über diese schlechte Standardtabelle ab. In solchen Standardtabellen wären nützlich eher 17min (also bis zum bitteren Tod der Brühe) empfehlenswert. Das wiederum passt mir überhaupt nicht und hat zu einer längeren Eintesterei geführt.
Weshalb ich bei Rodinal am liebsten bei 16°C arbeite. Dann wird's nämlich auch feinkörnig. Passt aber in keine "Standard-Tabelle" mehr.
Beste Grüße,
Franz[/quote]
Wenn ich das so lese frage ich mich, wie ich die letzten Jahrzehnte mit den schönen Tabellen und nicht immer perfekten Thermometern und Uhren Bilder produziert habe. Mit einem 0815-Prozess mit stinknormalen Dosen und einem bekannten Kipprhythmus ist das eigentlich noch nie ein Problem gewesen, wenn man nicht grade Plutonium im Trinkwasser hatte, die reine Lehre nach dem Zonensystem durchziehen wollte oder sonstige Besonderheiten abseits des Üblichen im Sinn hatte. Alle Teile des Prozesses haben Einfluss klar, aber die heben sich gerne mal gegenseitig auf, und wenn nicht, tun sie es für die meisten Film-Entwickler-Kombinationen. Und dann kann man immer noch die Zeiten selber anpassen. Wieso geben dann die Film- und Entwicklerhersteller überhaupt Zeiten an und schreiben nicht drauf, dass man alles selbst einkalibrieren muss? Ich kenne persönlich keinen, der das Fachwissen und die Ausrüstung hat, um einen von vorne bis hinten exakten Prozess hat, aber ich kenne sehr viele Leute, die normal oder sogar eher schlampig arbeiten - und für die ist eine Tabelle gut. Die sollte natürlich gut sein und in einem amateurgerechten 0815-Prozess entstanden sein, klar, aber wenigstens hat man einen Anhaltspunkt und weiß in etwa, was einen erwartet.
Also, so weit wollte ich nicht ausholen. Nur noch so viel:
Eine gute Tabelle im Katalog, auf der Webseite oder auch in der Packung, das ist auch verkaufsfördernd, ganz einfach. Also, warum nicht?

